Verfolgungsjagd: Tschechisches Polizeifahrzeug verunglückt bei Einsatz die Grenze

Großschönau– Ein tschechisches Einsatzfahrzeug der Polizei verunfallte am Donnerstagmorgen bei einer Verfolgungsjagd.

Zu einem schweren Unfall kam es am Donnerstagmorgen im Zusammenhang mit einer Verfolgungsjagd auf der Großschönauer Hauptstraße. Dabei verunfallte ein tschechisches Einsatzfahrzeug der Polizei.

Was war passiert?

Eine Streifenwagenbesatzung (25m/26m) aus dem benachbarten tschechischen Varnsdorf wollte einen in Richtung Deutschland fahrenden Volkswagen Touran einer Verkehrskontrollen unterziehen, da etwas mit den am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen augenscheinlich nicht stimmte. Das bestätigte die Polizeidirektion Görlitz am Nachmittag. Der bislang unbekannte Fahrzeugführer war aber nicht gewillt anzuhalten. Rasant ging die Fahrt über die Ländergrenze durch Großschönau, auch der tschechische Streifenwagen folgte dem Flüchtigen hier weiter. Zunächst striff der Sharan einen Ford Ranger, dessen Fahrer auf Grund des zu hörenden Polizeifahrzeuges noch vor dem Kreisverkehr an die Seite fuhr, um Platz zu machen. Verletzt wurde dabei niemand und der flüchtige Fahrer setzte sein Fahrt ungehindert fort.

Ein paar Kilometer weiter, am Abzweig nach Hainewalde, nahm die Verfolgung einen augenscheinlich tragischen Verlauf. Der Funkstreifenwagen kollidierte mit einem auf der Hauptstraße abbiegenden PKW Toyota, der auf Grund des wahrgenommen Einsatzhorns ebenfalls stehen blieb. Der Skoda kam nach links von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Zaun, zerstörte eine Sandsteinsäule und kollidierte schlussendlich mit einem Baum, bevor er dann auf dem Dach zum Liegen kam.

Großeinsatz für Rettungskräfte

Die informierte Leitstelle alarmierte dann die Feuerwehren aus Großschönau, Waltersdorf und Hainewalde. Mehrere Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber kamen ebenso zum Einsatz, da es sich, so der Einsatzleiter, um mindestens drei verletzte Personen gehandelt haben sollte. Man ging von eingeklemmten Personen aus, so der Einsatzleiter weiter.

Vor Ort eingetroffen bot sich den Einsatzkräften ein Trümmerfeld. Keiner konnte zu diesem Zeitpunkt davon ausgehen, dass dieser Unfall so ausging, wie der es tat. Im Bereich der Front fing der Streifenwagen an zu brennen. Ein Mann aus der Schreinerei löschte mit den Beamten zusammen den Brand am Wagen vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte. Aufgaben der Feuerwehr waren das Absichern der Unfallstelle und den Hubschrauberlandeplatz, die Sicherstellung des Brandschutzes und die Versorgung der Beteiligten bis zum Eintreffen der Rettung.

Schutzengel fuhren mit

Beide Polizisten wurden in ein Klinikum gebracht. Erfreuliche, kaum vorstellbare Beobachtungen konnte man noch vor der Bergung machen – beide Polizisten blieben nahezu unverletzt und konnten das Krankenhaus verlassen.

Zur Schadenhöhe konnten bislang keine angaben gemacht werden. Die Hauptstraße musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden.