Polizei muss erneut wegen Brandstiftung ermitteln

 

Olbersdorf- Der Brand vom vergangenen Sonntagmorgen, im ehemaligen Elektromotorenwerk, wurde vorsätzlich gelegt. Zu diesem Ergebnis kam der Brandursachenermittler der Polizeidirektion Görlitz.

Um Spuren sichern zu können, nahmen die Kriminaltechniker noch am selben Abend ihre Arbeit auf. Das Ergebnis wiegt schwer. Erneut handelt es sich um eine Brandstiftung, die die Gemeinde Olbersdorf verzeichnen muss. Das alte Fabrikgebäude, welches als Lager genutzt wurde, gehört einer Firma, die sich mit der Beräumung von Haushalten und der Verwertung beschäftigt. Geht dieser Brand, neben den jüngsten Bränden, auf das Konto eines Serientäters, auf das eines Pyromanen oder verbirgt sich ein anderer Grund dahinter? Diese Fragen gilt es im Laufe der Ermittlungen zu beantworten.

Neben den rund 60 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Olbersdorf, Zittau, Hartau, Eichgraben, Pethau, Hirschfelde, Schlegel, Eckartsberg/Radgendorf, der benachbarten Hasiči Hrádek nad Nisou (CZ), den hauptamtlichen Kräften der Feuerwehr Zittau waren auch der Kreisbrandmeister, die Landespolizei und der Rettungsdienst im Einsatz.

Seit einem Jahr müssen die Kameraden der Olbersdorfer Feuerwehr öfter zu Bränden ausrücken. Zahlreiche Waldbrände, Brände in Wohnblöcken und 2 Großbrände schlugen vor dem letzten Ereignis zu Buche. Der Schaden ist immens, auch wenn dieser noch gar nicht beziffert werden kann. Die Bürger sind verunsichert. Sie wünschen sich, dass die Verantwortlichen dingfest gemacht- und zur Verantwortung gezogen werden.

Erst vor kurzem wurden die Ermittlungen zu der Brandserie im vergangenen Sommer aus mangelnden Tatverdacht eingestellt- so die Staatsanwaltschaft Görlitz. Einen Verdächtigen hatte die Kriminalpolizei im Visier. Ein gerade mal 19- Jähriger geriet damals in den Fokus der Ermittler. Die Taten konnten diesen aber bis heute nicht nachgewiesen werden. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, können die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.