Gefahrgut-Anhänger macht sich selbstständig und kracht in Wohnhaus

Ein mit 18.000 Litern beladener Gefahrgut-Anhänger krachte am Dienstagmorgen in Eibau in ein Wohnhaus.

Ein Kraftfahrer stellte am Dienstagmorgen einen mit 18.000 Litern beladenen Gefahrgut-Anhänger ab und unterließ es offenbar laut Angaben der Polizei, diesen ausreichend zu sichern. Der Anhänger rollte dann auf die andere Straßenseite gegen ein parkenden Opel und schob diesen mit seiner Kraft in das Wohnhaus. Die Feuerwehr wurde durch die Regionalleitstelle Ostsachsen um 7.22 Uhr zu einem Hilfeleistungseinsatz alarmiert. Der ersten Meldung zufolge sollte der Anhänger durch die Kollision mit dem Haus einen Wasserschaden verursacht haben. „Nach der ersten Lageerkundung musste festgestellt werden, dass es sich nicht nur um einen Wasserschaden handelte, sondern dass das gesamte Haus einsturzgefährdet war“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr. Parallel wurden erste Sicherungsmaßnahmen getroffen. Alle Personen und Tiere, die sich zum diesem Zeitpunkt noch im Haus befunden hatten, wurden evakuiert und in Sicherheit gebracht. Der Anhänger wurde gegen ein weiteres Wegrollen gesichert und das THW (Technisches Hilfswerk), sowie der Rettungsdienst wurden nachgefordert.

Langandauernder Einsatz

Der Einsatz zog sich bis in die späten Nachmittagsstunden hin. „Man konnte den Anhänger und das Auto nicht einfach aus dem Gebäude rausziehen“, so der Einsatzleiter. Eine Tiefbaufirma wurde angefordert, um die Gaszuleitung zum Haus zu kappen. Auch Strom und Wasser mussten abgedreht werden. Erst danach konnte das THW mit den Arbeiten zur Absicherung am Haus beginnen. Vor den Bergungsmaßnahmen musste ein Statiker ran. Nach einer Besichtigung der Führungskräfte wurde die beschädigte Wand vom THW abgestützt, um dann eine Bergung der beiden Fahrzeuge vornehmen zu können.

Gas, Strom und Öl- Zu großes Risiko 

Um keine zusätzlichen Gefahrensituationen zu schaffen wurden einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Gaszuleitung zum Gebäude wurde vorher durch eine Tiefbau-Firma gekappt, der Stromanschluss unterbrochen und das Wasser abgedreht. Um einen eventuellen Austritt des Gefahrgutes zu vermeiden, wurden die 18.000 Liter vorher in ein anderes Fahrzeug umgepumpt.

Hoher Schaden, aber keine Verletzten 

Wie Einsatzleitung und Polizei übereinstimmend mitteilen, gab es glücklicherweise keine Verletzten. Bei dem Unfall liegt der Schaden ersten Schätzungen nach bei rund 100.000 Euro, so die Polizei in ihrer Mitteilung.

Großaufgebot im Einsatz 

Feuerwehr Eibau (MTW)
Feuerwehr Neueibau (TSF-W)
Feuerwehr Walddorf (LF, MTW, ELW)
THW Zittau (MTW ZTr, GKW 1, AH BGr, GKW 2)
THW Görlitz (LKW-Kipper, Teleskoplader und MTW)
THW Dresden (MTW)
THW Freiberg
Landespolizei (FuStW)
Verkehrsunfalldienst
Kontrollgruppe LKW der PD Görlitz
Katastrophenschutz (SEG DRK Löbau) KTW