Elektroauto und Traktor frontal zusammengestoßen

Zu einem Verkehrsunfall kam es am Samstagnachmittag gegen 15.00 Uhr auf der Herrnhuter Straße in Berthelsdorf. Hier kollidierten ein Traktor und ein PKW (offensichtlich E-Fahrzeug) miteinander. Zwei Personen wurden ersten Informationen zufolge verletzt. Wie es zu dem Crash kommen konnte, muss nun die Polizei ermitteln.

Ein schwerer Frontalzusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Traktor hat sich am Samstag gegen 15:00 Uhr auf der Herrnhuter Straße zwischen Berthelsdorf und Herrnhut (Landkreis Görlitz) ereignet.

Eine 51-jährige PKW-Fahrerin befuhr die Herrnhuter Straße aus Berthelsdorf kommend in Richtung Herrnhut. Aus bislang ungeklärter Ursache kam sie noch vor dem Ortsausgang von ihrem Fahrstreifen ab und geriet in den Gegenverkehr. Der 34-jährige Fahrer des Traktors, der zur gleichen Zeit aus Richtung Herrnhut kam, konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Beide Fahrzeuge stießen frontal zusammen. 22 Kameraden der Feuerwehren Berthelsdorf, Rennersdorf und Herrnhut rückten mit 4 Fahrzeugen an. Vor Ort bestätigte sich die Lage, eingeklemmt war zum Glück niemand. Die Patienten wurden vom Rettungsdienst behandelt und in ein Klinikum gebracht.

Bei dem Renault Zoe handelte es sich um ein Elektroauto was die Feuerwehr vor eine besondere Aufgabe stellte. Einen Unfall mit einem solchen Gefährt hatte man in der Gemeinde noch nicht, so der Einsatzleiter.

Spezialcontainer zur sicheren Bergung für das E-Auto angefordert 

Die Batterien bei Elektrofahrzeugen können nach mechanischen Einwirkungen wie bei einem Unfall unvorhergesehen reagieren. Daher muss die Feuerwehr auch nach dem Unfall mit einem spontanen Brandausbruch rechnen. Da sich die Batterie bei den meisten Fahrzeugen unter dem Fahrzeug befindet, ist es schwierig, diese bei einem Brand zu löschen. Da sich das E-Fahrzeug auch noch Stunden nach einem Unfall entzünden kann, entschied man sich, einen Container für die Bergung des Fahrzeugs einzusetzen. Genau diesen Container hätte man dann im Falle eines Brandes fluten können, so dass das Feuer gelöscht- und die Batterie ständig gekühlt werden könnte.

Schweres Gerät zur Bergung des Traktor erforderlich

Die Wucht der Kollision war so groß das der Traktor einen Achsbruch erlitt. Schweres Gerät musste anrücken. Ein eingesetzter Techniker demontierte mit der Hilfe der Einsatzkräfte das beschädigte Rad. Im Anschluss wurde der Traktor mittels Kran angehoben und auf einen Tieflader aufgeladen.

Die Ortsverbindungssstraße blieb bis ca. 20:00 Uhr voll gesperrt. Es entstand ein Schaden von rund 65.000 Euro. Sollte sich der Rahmen am Traktor verzogen haben, so ein Techniker vor Ort, wäre der rund 200.000 Euro teure Traktor als Totalschaden zu betrachten.