200 Liter pro m²- Starkregen sorgt für Überschwemmungen im Norden Tschechiens

Friedland– Starke Regenfälle im Isergebirge haben am Wochenende im Norden Tschechiens zu Hochwasser geführt.

Starker Regen hat am Wochenende Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei im Norden Tschechiens auf Trab gehalten. Zahlreiche Einsätze wegen vollgelaufener Keller, überfluteten Grundstücken, aber auch wegen Sperrungen und Beräumungen von Straßen forderten die Einsatzkräfte in den letzten 48 Stunden.

Nach den Überschwemmungen waren einige Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Die Wittig überschwemmte teile von Straßen so stark, dass ein befahren dieser unmöglich war. Anderen Medienberichten zu Folge sollen Amphibienfahrzeuge zum Einsatz gekommen sein.

Nachdem sich der Pegel der Wittig am Samstagabend langsam legte, sorgte erneuter Regen in der Nacht zu Sonntag für einen erneuten Anstieg bis zur Hochwasserwarnstufe 3. Erneut wurden Grundstücke und Straßen überschwemmt.

Pegel stiegen auch auf deutscher Seite

Der Zufluss zum Speicher Niedow betrug zeitweise um die 126 Kubik pro Sekunde, die Abgabe 113 Kubik pro Sekunde, so das Landeshochwasserzentrum in einer Meldung. Folglich musste mit einem Anstieg der Lausitzer Neiße im Bereich Flussaufwärts ab Hagenwerder gerechnet werden. Geschätzt wurde ein Anstieg bis zur Warnstufe 3. Diese wurde aber nicht erreicht. Den Höchstwert erreichte die Neiße bei Görlitz am Sonntagmorgen 7 Uhr mit einen Wasserstand von 459 cm und ist seit dem rückläufig. Der aktuelle Pegel (21.06.2020 21.15 Uhr) beträgt 373 cm.

 

 

 

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