19- jähriger Feuerwehrmann stirbt bei Explosion: War es Mord?

Lienen– Nach dem Tod eines jungen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lienen gibt es einen schlimmen Verdacht.

Kurze Zeit nach dem tödlichen Einsatz im Münsterland hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet. Wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in einer Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilte, gibt es den dringenden Verdacht, dass die Gasflasche manipuliert- und der Gasaustritt somit vorsätzlich herbeigeführt worden ist.

Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt zu Brisant: „Man hat in den Kellerräumlichkeiten eine Gasflasche gefunden. Offenbar ist aus dieser Gasflasche Gas ausgetreten, und zwar in einer weise, dass dieser Gasaustritt bewusst herbeigeführt worden ist. Dann ist auch dieses entströmende Gas vorsätzlich zur Explosion geführt worden, so dass wir jetzt also den Verdacht eines Tötungsdeliktes haben. „

Am Samstag wurden die Kameraden zu einem Einsatz in das betroffene Wohn- und Geschäftshaus gerufen. Bewohner setzten den Notruf zu einen unklaren Gasgeruch ab. Sie konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Die Detonation, die während der Evakuierungsmaßnahmen der Bewohner eintrat, hatte das Haus stark beschädigt und teilweise zum Einsturz gebracht. Ein Angriffstrupp, darunter auch der getötete Kamerad Stefan, befand sich zum Zeitpunkt der Explosion zur Nachsuche im Keller um auszuschließen das sich weitere Personen im Haus befinden, so Raphael-Ralph Meier, Kreisbrandmeister aus dem Kreis Steinfurt, in einem Pressetermin. Dem Trupp gelang es mehrere Menschen zu retten und in Sicherheit zu bringen, bevor es zu dieser folgenschweren Explosion kam. In einer beispiellosen Hilfsaktion gelang es den Angriffstrupp-Führer zu retten, so die Feuerwehr Lienen auf ihrer Seite. Für den Kameraden Stefan kam leider jede Hilfe zu spät.

 

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